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Unter dem Titel „Gemeingüter stärken. Jetzt!“ ist ein Manifest (noch eines..) erschienen, das aus dem politischen Salon “Gene, Bytes und Emissionen: Zeit für Allmende” der Heinrich-Böll-Stiftung entstanden ist.
Natürliche Gemeingüter sind notwendig für unser Überleben, soziale Gemeingüter sichern den Zusammenhalt und kulturelle Gemeingüter sind Bedingung für unsere individuelle Entfaltung. Es ist an der Zeit, unseren Enthusiasmus und unsere Kreativität, unsere Mittel und Talente auf die Mehrung des gemeinschaftlichen Reichtums zu konzentrieren. Wir müssen die Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Blick auf dieses Ziel verändern.
….Unsere Gesellschaft braucht eine große Debatte und eine allgegenwärtige Bewegung für Gemeingüter. Jetzt!
Das komplette Manifest gibt’s als PDF beim CommonsBlog und in HTML bei keimform. Es steht unter der Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Lizenz, denn “die Vervielfältigung, Verlinkung und schöpferische Fortentwicklung dieses Dokuments ist ausdrücklich erwünscht”.
via [netzpolitik.org]
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Nach der Podiumsdiskussion zur Zukunftswerkstatt auf dem Bibliothekartag hieß es zunächst, dass die Videoaufnahmen nichts geworden seien, weil die Tonspur nicht mitgelaufen ist. Nun freue ich mich darüber, die Aufnahmen inklusive Ton bei YouTube abrufen zu können.
Damit nicht jeder sich die richtige Reihenfolge zusammensuchen muss, hier die chronologische Abfolge.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14
Dank an dieser Stelle an die Leute der Zukunftswerkstatt. Es waren tolle Vorträge an Eurem Stand zu hören und alles in allem habt Ihr einen Superjob gemacht!!
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Eine Woche ist zwischenzeitlich seit dem Bibliothekartag vergangen und nach und nach finden sich die einzelnen Veröffentlichungen dazu im Netz. Besonders die Beiträge der Zukunftswerkstatt sind zahlreich auf YouTube, Slideshare etc. zu finden.
Am Stand der Zukunftswerkstatt hatte ich mir einige Vorträge angehört und war außerdem bei der großartigen Podiumsdiskussion, die eindeutig ein Highlight des Bibliothekartages gewesen ist. Da würde ich mich dem Statement Herrn Hobohms (der übrigens von der Diskussion ausgiebig getwittert hat) anschließen, das er zur Zukunftswerkstatt und zu den daran beiteiligten Damen und Herren abgegeben hat. Frau Lux und Frau Beger waren großartig. In der Tat konnten die Herren Schroll und Behrmann da nicht mithalten.
Auf den Seiten des BIB finden sich auch bereits einige Folien und Vortragstexte vom Bibliothekartag zum Download.
Interessant fand ich auch den Stand der Bücherhallen, der wo ich mir das neue eLearning-Angebot habe präsentieren lassen, das nun für Kunden zur Verfügung steht. Dank eines Test-Accounts kann ich das Angebot nun einmal gründlich auf „Herz und Nieren“ prüfen und werde das in der nächsten Zeit (wenn ich neben der Klausurvorbereitung dazu komme) auch machen.
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In Manager-Magzin.de von gestern findet sich ein lesenswerter Artikel mit dem Titel „Die Revolution der Web-Eigeborenen.“
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Unter dem Titel ‘Manifest der Digital Natives’ richten die Autoren Robert Dürhager und Timo Heuer ihr Manifest an alle, die mit ihnen kommunizieren oder kollaborieren möchten und machen damit transparent, wie sie ihre virtuelle (Arbeits-) Welt sehen. Sehr symphatisch wie ich finde und inhaltlich nah am Cluetrain Manifest.
„Wie jedes Medium hat auch das Internet seine Schwächen. Durch Interaktivität und Vernetzung lässt sich jedoch Transparenz aufbauen, weswegen das Internet den anderen Massenmedien überlegen ist. Die Möglichkeit der polydirektionalen Kommunikation ermöglicht es zudem ein vielfältigeres Abbild der Wirklichkeit zu liefern, was das Internet zum passenden Medium einer postmodernen Welt macht. Das Netz etabliert sich zu Recht als Leitmedium und dessen offene Kultur eignet sich wie keine Andere als Maßstab für eine gerechte Gesellschaft der Zukunft.“
Da bin ich doch ganz bei den Autoren und suche weiter nach Bibliotheken in Deutschland, die diesen Beispielen folgen und die ihre Sprache und ihre Angebote an die veränderten Bedarfe und Erwartungen anpassen. Mal schauen, ob ich auf dem Bibliothekartag fündig werde, dann werde ich auf jeden Fall davon berichten.
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Gerade stieß ich auf eine sehr schöne Präsentation von Michael Stephens mit dem Titel „Building Hyperlinked Communities“. Grundlage ist das Buch von Seth Godin Tribes: We Need You to Lead U, das einen Blick darauf wirft, wie sich Gemeinschaften und Gesellschaften durch das Internet verändern.

Nun gibt es eine ganze Reihe von wirklich guten Beiträgen dazu, wie Bibliotheken und Bibliothekare im Sinne von „2.0″ offen, sozial, transparent usw. agieren sollten. Wie aber sieht es in der Realität aus? Besonders bei uns in Deutschland?
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Am 15.05. gab es einen Vortrag vom Gründer der Creative-Commons-Initiative, Lawrence Lessig, in Berlin. Der Vortrag ist abrufbar und es lohnt sich außerordentlich, diesen leicht verständlichen und spannenden Ausführungen zu folgen.
Mr Lessig bringt es auf den Punkt: mit dem Verbot des filesharing und „Verstößen“ gegen bestehende copyrights wird eine ganze Generation kriminalisiert.
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In diesem Jahr feiert das Cluetrain-Manifest zehnjähriges Jubiläum. Ich habe das zum Anlass genommen das Buch noch einmal zu lesen und konnte feststellen, dass der Inhalt nicht an Aktualität verloren hat. Leider kann ich mich an keine Diskussion darüber in der deutschen Bibliothekslandschaft erinnern. Auch das Jubiläum ist hierzulande nur von Wenigen wahrgenommen worden. In den USA dagegen fanden sich unter dem Titel cluetrainplus10 diverse Blogger – unter anderem auch Bibliothekare - zusammen, um das Manifest (noch einmal?) zu unterzeichnen.

Nach dem allseits bekannten Librarian´s 2.0 Manifesto von Laura Cohen (hier die deutsche Übersetzung von Patrick Danowski) stieß ich auf ich ein weiteres Manifest (genau genommen handelt es sich hierbei weniger um ein Manifest, eher um eine Art Leitbild) in der vergangenen Woche, das ich bemerkenswert finde: The Darien Statements on the Library and Librarians
Meine quick-and-dirty-Übersetzung:
Der Zweck der Bibliothek
Der Zweck der Bibliothek ist es, die Intaktheit von Zivilisation zu bewahren
Die Bibliothek hat eine moralische Pflicht ihrem Zweck zu folgen unabhängig von sozialen, umgebungsbedingten oder politischen Einflüssen.
Die Bibliothek ist grenzenlos in ihrer Kapazität Wissen zu bewahren, zusammen zu führen und zu verbreiten; Bibliothekare sind Menschen und vergänglich, deswegen ist es notwendig dass wir zusammenarbeiten um die Dauerhaftigkeit der Bibliothek zu sichern.
Einzelne Bibliotheken dienen der Mission ihrer übergeordneten Bibliothek oder Körperschaft. Der Zweck der Bibliothek aber hat Vorrang vor der Mission, wenn es zu Konflikten zwischen beiden kommt.
Warum wir Dinge tun ändert sich nicht, aber wie wir sie tun wird sich ändern.
Ein klares Verständnis vom Zweck der Bibliothek, ihrer Rolle und der Rolle der BibliothekaInnen ist wesentlich für den Erhalt, das Bestehen der Bibliothek
Die Rolle der Bibliothek
Bietet die Möglichkeit für persönliche Entfaltung.
Regt die Freude am Lernen an.
Befähigt Menschen dazu, ihre zivilen Pflichten zu erfüllen.
Befördert menschliche Verbindungen.
Erhält und bietet Material.
Erweitert das Leistungsvermögen für kreativen Ausdruck.
Die Rolle der Bibliothekare
Sind Verwalter der Bibliothek
Verbinden Menschen mit gesicherten Informationen
Untersützen Menschen in der Entwicklung ihrer menschlichen und informationellen Netzwerke
Wählen aus, organisieren und ermöglichen die Erstellung von Inhalt
Schützen den Zugang zu Inhalten und wahren die Freiheit von Information und Redefreiheit
Antizipieren, identifizieren und treffen die Bedarfe der Gemeinde, für die die Bibliothek arbeitet
Die Bewahrung der Bibliothek
Unsere Methoden müssen sich rapide ändern um die gewaltigen Umwälzungen in der Informationstechnologie im Bezug auf die menschliche Natur zu verbinden und die Übermittlung und den Konsum von Wissen.
Wenn die die Bibliothek ihren Zweck in der Zukunft erfüllen will, müssen BibliothekarInnen sich auf eine Kultur des andauernden betrieblichen Wandels einlassen. Risiko und Unsicherheit als grundlegende Eigenschaft des Berufes müssen akzeptiert werden. Das Aufrechterhalten des Services für unsere Kunden ist als vorrangige Aufgabe zu betrachten.
Als BibliothekarInnen müssen wir
Offenheit, Freundlichkeit und Transparenz zwischen Bibliotheken und Nutzern befördern
Barrieren für eine Kooperation zwischen Bibliotheken und jeder Person, Institution oder Einheit innerhalb und ausserhalb der Bibliothek aus dem Weg räumen.
Weise darüber entscheiden, was wir nicht tun wollen.
Die Verbindungen zwischen Kunden und der Bibliothek pflegen und bewahren
Gewonnene Erkenntnisse nutzen, um den Bedarfen der lokalen und weltweiten Gemeinschaft zu dienen
Einzelnen beim Erlernen und Nutzen neuer Werkzeuge helfen die sie dazu befähigen einen (sicheren) Weg gesicherten Wissens zu beschreiten
Sich im Auftrag der Bibliothek engagieren, wenn ihre Integrität von aussen bedroht ist
Maßnahmen unterstützen und befürworten sobald sie dazu angetan sind BibliothekarInnen oder Kunden zu Spitzenleistungen zu führen
Die humansten und effizientesten Methoden, Werkzeuge, Standards und Praktiken identifizieren und implementieren
Technologien einführen die Informationen offen und frei machen, Technologie verbannen, die dies nicht leistet
Willens und bereit sein für die Kompetenz häufige radikale Veränderungen herbei zu führen
Engagiere die Besten und lass sie ihren Job machen; trenne dich von Mitarbeitern, die das nicht können oder wollen.
Vertraut euch untereinander und vertraut euren Kunden
Wir glauben daran, dass Bürger der Gemeinden ihre zivile Verantwortung ausüben und die Bibliothek bewahren werden.
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Die Tagesschau meldet, es haben zwischenzeitlich mehr als 50.000 Bürger die Petition gegen die Sperrung von Internetseiten unterzeichnet. Nun muss sich der Petitionsausschuss mit dem Antrag befassen.
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